Trennungsgespräch führen: Warum diese Gespräche über Kultur und Arbeitgebermarke entscheiden
Ein Trennungsgespräch zu führen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben einer Führungskraft.
Und trotzdem werden genau diese Gespräche oft nicht systematisch vorbereitet.
Dabei geht es um weit mehr als eine Kündigung.
Ein professionell geführtes Trennungsgespräch beeinflusst:
- die Wahrnehmung von Führung
- die Motivation des verbleibenden Teams
- das Vertrauen in das Unternehmen
- die Arbeitgebermarke nach außen
Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wird Führung besonders sichtbar – nicht im Wachstum, sondern im Abschied.
Beim Digitalen Dienstag der IFG, einem Format für HR-Verantwortliche und Führungskräfte, haben Petra Weinzierl und ich genau darüber gesprochen:
Wie führt man Trennungsgespräche klar, professionell und gleichzeitig menschlich?
Unsere zentrale Botschaft:
Ein Trennungsgespräch ist kein administrativer Vorgang.
Es ist ein Führungsmoment.
Und dieser Moment entscheidet, ob Unsicherheit entsteht – oder Struktur.
Warum Trennungsgespräche oft unnötig belastend verlaufen
In der Praxis beobachten wir immer wieder typische Herausforderungen:
- Gespräche werden nicht ausreichend vorbereitet
- Botschaften werden zu weich oder zu indirekt formuliert
- Emotionale Reaktionen werden nicht professionell aufgefangen
Das Ergebnis:
Unklare Aussagen.
Verunsicherte Mitarbeitende.
Unsicherheit im Team.
Dabei braucht ein Trennungsprozess vor allem eines:
Klarheit in der Führung.
Unsere 5 Impulse für professionelle Trennungsgespräche
Beim Digitalen Dienstag haben wir fünf Kernpunkte herausgearbeitet, die Führungskräften Sicherheit geben:
1. Konkrete Vorbereitung
Spontane Trennungsgespräche sind ein No-Go.
Ein klarer Gesprächsleitfaden mit Kernbotschaften, belastbare Fakten und organisatorische Informationen (Kündigungsfristen, nächste Schritte etc.) gehören zwingend dazu.
Wer vorbereitet ist, bleibt auch unter emotionalem Druck handlungsfähig.
2. Echte Empathie
Empathie ist mehr als freundliche Worte.
Mitarbeitende hören nicht nur, was gesagt wird – sie nehmen Ton, Haltung und innere Klarheit wahr.
Emotionen anzuerkennen, Reaktionen auszuhalten und Blickkontakt zu halten, gehört zu professioneller Führung.
Gerade jetzt entscheidet sich, ob Fairness spürbar wird.
3. Konsequenz und Klarheit
Keine falschen Hoffnungen.
Keine schwammigen Aussagen.
Klare, eindeutige Sätze sind respektvoller als weiche Umwege.
Die Kernbotschaft muss ruhig und eindeutig kommuniziert werden.
Halbe Aussagen verlängern die Unsicherheit.
4. Unterstützung anbieten
Ein professionelles Trennungsgespräch endet nicht mit der Mitteilung.
Perspektiven aufzuzeigen, nächste Schritte transparent zu machen und Unterstützung anzubieten – etwa durch Jobcoaching oder strukturierte Begleitung – zeigt Verantwortung.
Führung endet nicht mit der Kündigung.
5. Das verbleibende Team im Blick behalten
Trennungen wirken immer auch auf das Team.
Transparente Kommunikation, Raum für Fragen und klare Einordnung reduzieren Unsicherheit.
Wertschätzung für diejenigen, die bleiben und für die, die gehen, ist entscheidend für Stabilität und Motivation.
Was Trennungsgespräche über Unternehmenskultur sagen
Ein Trennungsgespräch ist nie nur ein Einzelereignis.
Es sendet ein klares Signal:
Wie geht dieses Unternehmen mit Menschen um, wenn es schwierig wird?
In Phasen von Umstrukturierung, wirtschaftlichem Druck oder strategischer Neuausrichtung zeigt sich Führungskompetenz besonders deutlich.
Nicht im Erfolg.
Sondern im Umgang mit Veränderung.
Das Video zum Vortrag
Das vollständige Video unseres Impulsvortrags beim Digitalen Dienstag ist hier verfügbar:
👉 https://www.youtube.com/watch?v=ETDjFAIfd5s
Für Führungskräfte und HR-Verantwortliche, die ihre Gesprächsführung professionalisieren möchten, bietet es praxisnahe Einblicke.
ZukunftsBrücke: Führung in schwierigen Momenten stärken
Mit ZukunftsBrücke begleiten wir:
- Führungskräfte in der Vorbereitung schwieriger Gespräche
- Unternehmen in Trennungs- und Umstrukturierungsprozessen
- Mitarbeitende in der beruflichen Neuorientierung
Unser Ziel ist klar:
Damit Führungskräfte vorbereitet sind.
Damit Mitarbeitende mit Perspektive gehen.
Damit Teams motiviert bleiben.
Damit Employer Branding nicht leidet.
Unsicherheit war gestern.
Heute ist ZukunftsBrücke.
5 Tipps für professionelle Trennungsgespräche
Die wichtigsten Impulse aus unserem Vortrag beim Digitalen Dienstag der IFG – kompakt zusammengefasst als praktische PDF für Führungskräfte und HR.
PDF herunterladenKostenlos. Direkt einsetzbar. Ohne Registrierung.
Führung in schwierigen Momenten braucht Struktur.
Du stehst vor Trennungsgesprächen oder begleitest als HR einen Veränderungsprozess? Dann lass uns sprechen. Vertraulich, klar und professionell.
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